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Inhalt:
Einführung
Wozu
Beispiele
Folgen
fehlender Doku.
Inhalt
Aufbau
Kosten
Fazit
Autor
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Interne
Dokumentation
Zwei Arten
von technischer Dokumentation
Beim Begriff »Technische Dokumentation« denken viele zuerst
oder sogar ausschließlich an Produktbeschreibungen, Bedienungsanleitungen
oder Benutzerhandbücher, also an das, was vom Hersteller als produktbegleitende
Kundeninformationen, zusammen mit einem Produkt an den Kunden geliefert
wird (was nach »extern« geht, daher auch die Bezeichnung: »externe
Dokumentation) und was der Fachmann mit »Anleitungen« zusammenfasst.
Nicht so sehr im Vordergrund steht diejenige Dokumentation, die der
Fachmann dem Oberbegriff »Anweisungen« zuordnet (oftmals auch
mit »interner Dokumentation« bezeichnet) und wobei es sich
um Anweisungen oder Informationen handelt, die ein Unternehmen ausschließlich
für die eigenen Mitarbeiter und den internen Gebrauch erstellt. Ein
typisches Beispiel für eine derartige firmeninterne Anleitung ist
eine Betriebsanweisung.
Wozu
dient die interne Dokumentation?
Produktbegleitende Kundeninformation, also externe Dokumentation, muss
sein, das hat inzwischen jeder Hersteller begriffen. Nicht nur, weil sie
notwendig ist, um beispielsweise gesetzlichen Vorschriften zu entsprechen
und um Schadenersatzforderungen abzuwenden, sondern auch weil von ansprechender
und gut aufbereiteter Technischer Dokumentation Wettbewerbsvorteile, gutes
Image und Kundenbindung ausgehen.
Was aber soll die interne Dokumentation einem Unternehmen nützen?
Jeder weiß doch auch »so«, d.h. ohne Dokumentation, was
er zu tun hat. Es geht schlicht darum, dass im Betrieb vorhandenes Wissen,
das ja in den Köpfen einzelner Mitarbeiter konzentriert ist, auf effiziente
Art und Weise anderen zugänglich gemacht wird, dass ein firmeninterner
Wissens- oder Informationstransfer stattfindet.
Auch in diesem Zusammenhang sollte das alte und bekannte Sprichwort:
»Wissen ist Macht« nicht dahingehend verstanden werden, dass
ein Betriebsangehöriger das in seinem Kopf gespeicherte Wissen zurückhält,
um dadurch seine Machtposition zu sichern. Solches Verhalten schadet einem
Unternehmen. Im Gegenteil sollte man versuchen, durch Informationsmanagement
das im Unternehmen gesammelte Wissen zu erfassen und dieses Know-how optimal
bei Produkten oder Dienstleistungen anzuwenden, wie dies schon häufig
geschieht.
Beispiele
für interne Dokumentation
Ein Wissenstransfer ist in mehr Fällen notwendig, als man bei oberflächlicher
Betrachtungsweise wahrhaben oder zugeben möchte. In einem Produktionsbetrieb
sollte, zum Beispiel, beim Ausfall einer Arbeitskraft unverzüglich eine
Ersatzkraft tätig werden können, um die Produktion aufrecht zu
erhalten. Das wäre dann der Idealfall. Kein Unternehmen hat jedoch
ein »Heer« von geschulten »Ersatzleuten« zur Verfügung,
um jede der zahlreichen verschiedenartigen Maschinen, ohne Unterbrechung,
von einer bereitstehenden Ersatzkraft sachgerecht bedienen lassen zu können.
In den meisten Fällen stehen zwar »Springer« bereit,
doch die müssen sich erst mit dem Umgang der Maschine und ihrem Umfeld
vertraut machen. Dies wird mit umso weniger Schwierigkeiten geschehen,
je besser die Maschine und diejenigen Arbeitsabläufe, in die die Maschine
eingebunden ist, dokumentiert sind. Fehlt die Dokumentation, insbesondere
die der Maschine, oder aber auch die der Arbeitsabläufe, sind spürbare
und bei der Zeit- und Kostenkalkulation nachvollziehbare »Anlaufschwierigkeiten«
die Folge.
Auch bei manuellen Tätigkeiten sind dafür erstellte Dokumentationen
nützlich. Oftmals wird eine bestimmte Tätigkeit von häufig
wechselnden Personen ausgeübt. Ohne Dokumentation muss bei jedem Wechsel
eine Einweisung in diese Tätigkeit erfolgen, wozu sich ein Meister,
Einrichter oder sonstiger Fachvorgesetzter Zeit nehmen muss, nicht selten
zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die zur Einweisung benötigte
Zeit ist teuer, und dem Unternehmen wäre besser geholfen, der Fachvorgesetzte
könnte diese Zeit nutzen, um sich Gedanken über verbesserte Arbeitsabläufe
oder über Kosteneinsparungen zu machen. Die Verantwortlichen sollten
bei vergleichbaren Fällen einmal nachrechnen, ob eine einmal erstellte
und bei Bedarf angepasste interne Dokumentation nicht weniger Kosten verursacht,
als immer wieder notwendige Einweisungen durch teure Fachleute.
Man sollte nicht den Fehler machen und denken, das Erstellen interner
Dokumentationen sei zwar in einem Produktionsbetrieb wichtig, könne
aber bei »normalen« Bürotätigkeiten oder bei vielen
Dienstleistungen unterbleiben. Genauso wie in der Produktion, ist heutzutage
auch im Büro jeder ein Spezialist auf seinem Gebiet, personal- und
kostenintensive Redundanz ist fast ausnahmslos dem Rotstift der Controller
zum Opfer gefallen.
Vielleicht kann die eine oder andere Arbeit tatsächlich mal für
ein paar Tage unerledigt liegenbleiben, ohne dass dies zu merklichen Umsatzrückgängen
oder Gewinneinbrüchen führt. Aber erstens gibt es solche Beispiele
auch im Bereich der Produktion. Und zweitens muss schon bei einer mehrtägigen
oder noch länger andauernden Krankheit die Arbeit stellvertretend
von Kolleginnen oder Kollegen weitergeführt werden, zusätzlich
zu deren eigentlicher Aufgabe, versteht sich. Und das kostet Zeit und Nerven
und damit dem Unternehmen bares Geld, weil es nicht immer einfach ist,
sich in fremde Arbeitsabläufe einzuarbeiten. Die Wahrscheinlichkeit,
dass hierbei teure Fehler vermieden werden, ist umso größer,
je besser die vorhandene interne Dokumentation ist. Fehlt die interne Dokumentation
ganz und gar, weil sie ja teuer zu erstellen und deshalb nie erstellt worden
ist, erweist sich dies bei solchen Ereignissen als verhängnisvoll.
Und das kann man sich sparen, wenn spätestens nach einem ersten derartigen
Ereignis wichtige Abläufe und Vorgänge in einer internen Dokumentation
beschrieben werden.
Folgen
einer fehlenden internen Dokumentation
Jeder hat die negativen Auswirkungen fehlender interner Dokumentation
in seinem Arbeitsalltag schon erleben müssen und sich dabei gefragt,
warum über die betroffenen Arbeitsprozesse nichts »Schriftliches«
vorhanden ist. Oft wird die Antwort auf diese Frage lauten, dass eigene
Fachleute mit wichtigeren Aufgaben beschäftigt, oder bereits ausgelastet
sind und daher nicht zur Verfügung stehen, oder dass für die
Vergabe solcher Aufgaben an Dienstleister kein Geld vorhanden sei, oder
dass die betreffende Arbeit durch eine kommende Ablaufänderung ohnehin
wegfallen würde.
Das mag ja alles stimmen, und die Folgen fehlender interner Dokumentation
mögen in den meisten Fällen auch unkritisch sein. Was aber im
»worst case« geschehen kann, zeigt beispielsweise die in vergangenen
Jahren nicht erstellte interne Dokumentation bei der Softwareerstellung.
Nicht zuletzt wegen fehlender, weil nicht erstellter interner Dokumentation
sind die weltweit anfallenden Kosten für das »Millenium-Problem«
(Jahr-2000-Problem) so astronomisch hoch. Zum Zeitpunkt der Softwareerstellung
hat es niemand für nötig gehalten, die (mutmaßlich) »nur
wenige Jahre« laufenden und dann nicht mehr gebräuchlichen Programme
intern zu dokumentieren. Heute, nach vielleicht 20 oder 30 Jahren, weiß
kein Mensch mehr, hinter welchen Variablen sich die umzustellenden oder
zu erweiternden Jahreszahlen in den damals erstellten Programmen verstecken.
Wegen fehlender (interner) Dokumentation und weil viele der damals verwendeten
Programmiersprachen modernen Programmierern nicht bekannt sind, müssen
teure, oft schon aus dem Arbeitsleben ausgeschiedene Programmierer zurückgeholt
oder eigens darauf ausgerichtete Software-Tools erstellt werden, um die
alten, aber immer noch laufenden Programme »Jahr 2000 tauglich«
zu machen.
Was
beinhaltet die interne Dokumentation?
Die interne Dokumentation vermittelt - wie die externe Dokumentation
- gesetzliche Vorschriften, beispielsweise Unfallverhütungsvorschriften
oder Vorschriften zum Umgang mit gefährlichen Gütern. Aber auch
Arbeitsabläufe und Vorgänge sollen darin beschrieben sein, eben
all jene Tätigkeiten, die in einem Produktionsbetrieb oder gleichfalls
in einem Dienstleistungsunternehmen von elementarer Bedeutung sind. Dabei
ist die Frage, was denn nun elementar wichtig ist, einfach zu beantworten.
Man braucht sich nur zu fragen, was passiert, wenn ein bestimmter Ablauf
oder Vorgang ersatzlos gestrichen wird. (Lautet die Antwort: »Nichts«,
spart man sich nicht nur die interne Dokumentation, sondern man kann sogleich
an dieser Stelle Rationalisierungsmaßnahmen vornehmen.)
Wie soll eine
interne Dokumentation aufgebaut sein?
Für die Erstellung interner Dokumentation gelten die gleichen Regeln
wie für die externe Dokumentation. Wichtig ist auch hier vor allem,
dass intensiv auf die Zielgruppe eingegangen und deren Voraussetzung
beachtet wird. Eine Zielgruppen-Analyse ist in einem solchen Fall einfach
und schnell zu erstellen, weil das Anforderungsprofil der betreffenden
Mitarbeiter, und damit deren Voraussetzungen, bekannt sind.
Der Kostenaspekt
Zuerst einmal muss gesagt werden, dass das Erstellen interner Dokumentation
eine fast ebenso kostspielige Angelegenheit ist wie die an externe Kunden
gerichteten Anleitungen. Sicherlich braucht die äußerliche Aufmachung
nicht so hochwertig zu sein wie bei der externen Dokumentation (kein Farbdruck,
einfacher Einband, nicht jede Seite mit Firmensymbol, kein Hochglanzpapier).
Dafür aber muss den »inneren« Werten einer internen Dokumentation
genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, wie das bei einer externen
Dokumentation der Fall ist. Und da die sorgfältige Aufbereitung des
Inhalts den weitaus größeren Anteil der Gesamtkosten verursacht,
und der Anteil der äußeren Aufmachung im Vergleich hierzu fast
vernachlässigt werden kann, bewegen sich die Gesamtkosten einer internen
Dokumentation durchaus im Bereich der Gesamtkosten für eine vergleichbare
externe Dokumentation.
Fazit
Nicht immer sind die Folgen fehlender interner Dokumentation harmlos;
sie können den gesamten Arbeitsprozess durcheinander oder ins Stocken
bringen und sich nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens
auswirken. Dies gilt verstärkt für Bereiche, in denen überwiegend
Spezialisten tätig sind. Und solche Bereiche gibt es nicht nur in
Produktionsbetrieben, sondern auch vermehrt im Dienstleistungsbereich.
Die Kosten einer sorgfältig erstellten internen Dokumentation sind
auf den ersten Blick zwar hoch, aber immer noch besser zu verkraften als
ein Produktionsausfall oder rufschädigende Qualitätsmängel
infolge fehlender interner Dokumentation.
Technischer
Autor
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