Inhalt:
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PentaQuest-Methode
Schlüsselbegriffe
-
Qualität von technischer Kommunikation
-
Die 5 Frageworte: Wer? – Wem? – Warum? – Was? – Wie?
-
Informationsübermittler (Sender, Produkthersteller)
-
Informationsempfänger: Zielgruppe
-
Zweck (Nutzungskategorien)
-
Die 5 Sichtweisen Produkt, Anwendung, Benutzer, Erwartung, Sicherheit
-
Verständlich Formulieren
-
Benutzerfreundlich gestalten
Die PentaQuest-Methode
im Überblick
»Gute technische Dokumentation vermittelt einer bestimmten Zielgruppe,
für bestimmte Aufgabenstellungen genau die notwendigen Informationen
zielgruppenorientiert aufbereitet.«
| Wer
teilt etwas mit? |
Produkthersteller |
 |
Sachaspekt |
inhaltliche
Vorgaben |
| Beziehungsaspekt |
Corporate
Identity/ Corporate Design |
| Wem
soll etwas mitgeteilt werden? |
Zielgruppe |
Unterscheidung:
Einsteiger
/
Experten
 |
Sprachliche
Kompetenz |
Schulbildung,
Terminologiewissen |
| Vorwissen |
Fachliche
Kompetenz |
| Handlungszusammenhang |
Aufgaben-
und Gefahrenanalyse |
| Erwartungshaltung |
Lesegewohnheit,
Gefahrenbewußtsein |
| Warum
soll kommuniziert werden? |
Zweck,
Nutzungskategorien |
 |
Zielgruppenorientierte
Nutzungskategorien |
Nachschlagen
Sich anweisen
lassen
Sich
informieren
Lernen
durch Lesen
Lernen
durch Üben |
| Senderorientierte
Nutzungskategorien |
Werben,
Motivieren (Marketing)
Sich absichern
(Produkthaftung) |
| Was
muß mitgeteilt werden? |
Notwendige
Informationen |
 |
Sichtweisen |
Anwendungslogik
/ Aufgabenlogik,
Produktlogik
/ Funktionen, Benutzerlogik / Handlungsfolgen Sicherheit |
| Vollständigkeit
der Information |
nur
bezogen auf Zielgruppe und Zweck |
| Fachliche
Richtigkeit der Information |
! |
| Einheitlichkeit
der Information |
Gleich
Wichtiges, gleich ausführlich |
| Wie
muß kommuniziert werden? |
zielgruppengerecht |
 |
Verständlich
formuliert |
sprach- und
lesegerecht, produkt- und zielgruppenorientiert |
| Benutzerfreundlich
gestaltet |
nutzungs- und
mediengerecht |
| Interessant
aufbereitet |
ansprechend,
motivierend |
Wer?
- Sender (Informationsübermittler)
Der Informationsübermittler (z.B. Produkthersteller) muß
sich in jeder Kommuni-kationssituation
bewußt sein, daß jede Information einen Sach- und einen
Bezie-hungsaspekt
besitzt und sich daraus folgende Anforderungen an ihn ergeben:
Zielvorgaben
-
Was will ich erreichen?
-
Welches Interesse habe ich an der Informationsvermittlung?
Sachaspekt
-
inhaltliche Kompetenz
-
methodische Kompetenz
Beziehungsaspekt
-
Selbstdarstellung
-
emotionale Kompetenz
Im Sinne des TQM (Total Quality Management) ist es wichtig zu klären,
inwieweit der Informationsübermittler sich der speziellen Kommunikationssituation
bewußt ist und Qualitätsanforderungen erfüllen will und
kann.
Im Zuge der weltweit eingeführten Normen ISO 9000-9004 für
die Einführung und Definition von Qualitätssicherungssystemen
kann und muß der Stellenwert von technischer Dokumentation unter
zwei Gesichtspunkten klar festgelegt sein:
-
Technische Dokumentation als Kontroll- und Prüfinstrument bei der
Qualitätssicherung eines technischen Produkts,
-
Technische Dokumentation als Objekt der Qualitätssicherung, weil sie
ein Produktbestandteil ist.
Bezogen auf die Beurteilung von technischer Dokumentation stellt sich vor
allem die Frage, ob der Produkthersteller explizit Interessen an der technischen
Dokumentation definiert hat.
Wem?
- Empfänger (Zielgruppe)
Sprachliche Kompetenz
-
Kenntnisse der Produktbezeichnungen, Abkürzungen und Fachbegriffe
Vorwissen der Zielgruppe
-
allgemein fachliches Vorwissen der Zielgruppe
-
produktbezogenes Vorwissen der Zielgruppe
-
sicherheits- und gefahrenbezogenes Vorwissen
Handlungszusammenhang
-
Handlungen der Zielgruppe, die zum Informationsbedarf führen
-
Handlungen der Zielgruppe, die sich aus der Informationsaufnahme ergeben
Erwartungshaltung
-
Prioritätensetzung der Zielgruppe bezogen auf die angebotenen Informationen
-
Emotionale Einstellung der Zielgruppe bei der Informationsaufnahme
-
Sicherheitserwartung
Einsteiger/Experten
-
Einteilung der Zielgruppe und Unterschiede innerhalb der Zielgruppe bezogen
auf die obigen Merkmale
Warum?
- Zweck (Nutzungskategorien)
Gute technische Informationen sind zweckgerichtet. Dieser Zweck läßt
sich in der technischen Dokumentation durch Nutzungskategorien beschreiben,
die senderorientiert (z.B. Interessen des Produktherstellers definieren)
oder zielgruppenorientiert sind. 7 Methoden des Dokumentations-Designs
lassen sich nach PentaQuest" differenzieren.
Zielgruppenorientierte Nutzungskategorien:
-
Nachschlagen
-
Sich anweisen lassen
-
Sich informieren
-
Lernen durch Lesen
-
Lernen durch Üben
Senderorientierte Nutzungskategorien:
-
Werben, Motivieren (Marketing)
-
Sich absichern
Nachschlagen
Die Nutzungskategorie »Nachschlagen« wird unterstützt
durch:
-
für die Zielgruppe sofort nachvollziehbare Strukturierung, insbesondere
durch eine alphabetische Strukturierung
-
Such- und Orientierungshilfen (z.B. Inhalts- und Stichwortverzeichnis,
lebende Kolumnentitel, also Kopf- und Fußzeilen, die einen Bezug
zum Inhalt der entsprechenden Seite bzw. des entsprechenden Abschnitts
haben, eine beim schnellen Blättern sichtbare Seitennumerierung, usw.)
-
Aufbereiten der Informationen in Einheiten, die auf den ersten Blick erfaßbar
sind, insbesondere in Tabellen und Bildern
-
mehrspaltiges Layout
Für einen Textteil der Nutzungskategorie »Nachschlagen«
gelten zusätzlich Gesichtspunkte der Nutzungskategorie Informieren
bzw. Lernen durch Lesen (umgekehrt gilt dies nicht unbedingt).
Stichwort: Lexikon
Sich anweisen lassen
Aufbereitung der Informationen nach dem Prinzip der vollständigen
Handlungsstruktur:
-
Zweck der Handlung
-
Voraussetzung
-
Folge der Handlungsschritte
-
Konsequenz
Der Dokumentationsbenutzer soll eine bestimmte Information nur soweit lesen,
bis er den nächsten Handlungsschritt ausführen kann. Nachdem
er den Handlungsschritt ausgeführt hat, muß er ohne Schwierigkeiten
zur zuletzt gelesenen Textstelle zurückfinden.
Stichwort: »Kochbuch-Prinzip«
Sich informieren
Die Nutzungskategorie »Informieren« verlangt kurze, maximal
10seitige Texte, die in einem Durchgang gelesen werden. Sie wird unterstützt
durch:
-
eine deduktive Textstrukturierung, d.h. neue Fakten sind so aufbereitet,
daß diese der Leser sofort in die vorhandene Wissenstruktur (Langzeitgedächtnis)
einordnen kann
oder
durch eine erwartungslogische Strukturierung, d.h. prioritäten
und problemorientierte Aufbereitung der Informationen entsprechend der
besonderen Erwartungen der Zielgruppe an den Text.
-
ein oder zweispaltiges Layout, das eine schnelle Informationsaufnahme und
auch ein »überfliegendes Lesen ermöglicht.
-
sowohl direkte optische Zuordnung von Text und Bild/Tabelle als auch textliche
Bezugnahme auf Bild/Tabelle.
Diese Nutzungskategorie ist nur für Texte geeignet, die bei der Zielgruppe
keine neuen Wissensstrukturen aufbauen sollen, sondern neue Einzelfakten
für eine Entscheidungsfindung zur Verfügung stellen.
Stichwort: Bericht
Lernen durch Lesen
Aufbereitung der Informationen nach einem didaktischen Konzept, z.B.
nach den Formalstufen der Didaktik oder durch Berücksichtigung von
speziellen Lesestrategien wie z.B. der SQ3R-Methode.
Formalstufen der Didaktik
-
Einstieg
-
Darbietung
-
Verknüpfung
-
Zusammenfassung
-
Anwendung (Übung)
| Lesestrategie |
Berücksichtigung
bei der Informationsaufbereitung |
| SQ3R-Methode |
| 1. |
Überblick
verschaffen (Survey) |
Überblick
(Text/Bild) |
| 2. |
Fragen zum
Thema stellen (Question) |
Einführendes
Beispiel und Fragen |
| 3. |
Den Text lesen
(Read) |
Großzügiger
Weißraum, Marginalien, 1spaltiges Layout |
| 4. |
Unmittelbar
nach dem Lesen den Text wiederholen (Recite) |
Zusammenfassung
(Text/Bild) Frageliste |
| 5. |
Den gelesenen
Text überprüfen und mit Bekanntem verknüpfen (Review) |
Übungen,
weiteres Beispiel |
Stichwort: Lehrbuch
Lernen durch Üben
Beim »Lernen durch Üben« will sich der Benutzer neues
Wissen aneignen, indem er bestimmte Handlungen am und mit dem Produkt einübt.
Die technische Dokumentation ist dabei Hilfsmittel, um die Handlungen am
Produkt ausführen zu können und dient zur Lernzielkontrolle.
Im Gegensatz zur Nutzungskategorie »Sich anweisen lassen«,
die lediglich auf das Tun selbst abzielt, ist das Ziel der Nutzungskategorie
»Lernen durch Üben« die Aneignung von neuem Wissen. »Lernen
durch Üben« wird unterstützt durch:
-
beispielorientierte Strukturierung (induktives Prinzip)
-
Auswahl und Reihenfolge der Aufgabenbeispiele unter dem Gesichtspunkt »vom
Einfachen zum Schwierigen«
-
Einteilung der Dokumentation in Übungsabschnitte (Lektionen)
-
Wiederholungen, Benennung von Lernzielen und -ergebnissen (Feedback)
-
verzweigte Aufbereitung des Lernstoffs, d.h. der Leser kann sowohl »zurückspringen«,
als auch Lektionen überspringen.
Stichwort: Programmierte
Unterweisung, Computer Based Training (CBT)
Werben, Motivieren (Marketing)
Diese Nutzungskategorie steht in einem besonderen Spannungsverhältnis
zu den Nutzungskategorien »Sich informieren«, »Nachschlagen«
und »Lernen durch Lesen« und beschreibt vor allem die Sicht
des Informationsübermittlers. Das Ziel: Motivation der Zielgruppe,
d.h. Aufbau von positiven Gefühlen für eine Firma, ein Produkt
(insbesondere für den Kauf eines Produkts). Die Frage »Wer?«
der PentaQuest-Methode spielt hier eine besondere Rolle. Aufbereitung der
Informationen nach folgenden Gesichtspunkten:
-
Strukturierung nach dem AIDA-Prinzip
-
Berücksichtigung der CI (Corporate Identity), d.h. des Erscheinungsbildes
der Firma
-
Produktdarstellung nach dem USP-Prinzip (Unique Selling Proposition), d.h.
Betonung der herausragenden Produkteigenschaften
AIDA-Prinzip:
-
Attention (Aufmerksamkeit erreichen)
-
Interest (Interesse wecken)
-
Desire (Verlangen entwickeln)
-
Action (Handlungen auslösen, z.B. Kaufhandlungen, Anforderung von
weiterer Information)
Stichwort: Prospekt
Sich absichern
»Sich absichern« hat aus der Sicht des Informationsübermittlers
(Produktherstellers) besondere Bedeutung, weil die Dokumentation in einem
Produkthaftungsfall als Beweismittel eingesetzt werden kann (Instruktionspflicht
des Produktherstellers). Außerdem kann die Dokumentation patent-
und urheberrechtliche Bedeutung haben. »Sich absichern« wird
erreicht durch:
-
Für die Zielgruppe verständliche, schnell erfaßbare und
eindeutige Sicherheits- und Warnhinweise
-
Aufnehmen eines eigenen Abschnitts zum Thema Sicherheit (Bestimmungsgemäßer
Gebrauch, Sicherheitseinrichtungen, Sicherheits bewußtes Arbeiten)
in Betriebsanleitungen
-
Erfüllung aller Anforderungen, die sich aus Gesetzen, Richtlinien
und Normen ergeben, wie z.B. dem Produkthaftungsgesetz
-
Archivieren aller firmeninternen und an Kunden ausgelieferten Unterlagen
-
laufende Überprüfung der Dokumente auf Konsistenz insbesondere
bei Sicherheitsaspekten
-
laufende Anpassung der Dokumente entsprechend neuer Ergebnisse aus der
Produktbeobachtung (Produktbeobachtungspflicht)
-
Copyright-Hinweis (in Deutschland allerdings ohne rechtliche Bedeutung)
-
Rechtsvorbehalt für den Fall der Patenterteilung oder Gebrauchsmustereintragung
Die 7 Elemente eines Sicherheitshinweises nach ANSI Standard Z535
Beispiel für ein Piktogramm
in Verbindung mit einem Sicherheitshinweis !
Bildtext: "WARNING: MOVING
PARTS can cut off hand"
| 1. |
ein Symbol für die Gefährdung ! |
| 2. |
das Signalwort für die Schwere der Gefahr (Vorsicht, Warnung,
Gefahr) |
| 3. |
die richtige Farbe für die Schwere der Gefahr (gelb, orange, rot) |
| 4. |
ein Piktogramm, das die Gefahr repräsentiert oder die Methode
zur Vermeidung der Gefahr aufzeigt |
| 5. |
eine kurze Benennung der Gefahr |
| 6. |
die Konsequenzen, falls die Warnung ignoriert wird |
| 7. |
die Anweisung/Beschreibung, wie die Gefahr vermieden werden kann |
Quelle: Charels Kemnitz,
How to write effective Hazard Alert Messages, in: Technical Communication,
First Quarter 1991
Was?
- Notwendige Informationen
Welche Informationen nötig sind, kann nur ermittelt werden, wenn
dabei bestimmte Sichtweisen, die in der technischen Dokumentation üblich
sind, berücksichtigt werden. Die Sichtweisen lassen sich durch bestimmte
Leitfragen voneinander abgrenzen.
Sichtweise »Produkt«
Aus welchen Komponenten und Funktionen besteht das Produkt?
Sichtweise »Anwendung/Aufgaben«
Wozu wird das Produkt benötigt?
Sichtweise »Benutzer/Handlungen«
Was müssen Benutzer in welcher Reihenfolge tun, um das Produkt
einzusetzen?
Sichtweise »Erwartung«
Welche Erwartung hat die Zielgruppe bezogen auf die Informationen,
dievermittelt werden sollen?
Sichtweise »Sicherheit«
Welche Angaben sind nach den einschlägigen Gesetzen, Richtlinien
und Normen nötig, um der Zielgruppe ein sicheres Arbeiten am und mit
dem Produkt zu ermöglichen und dem Informationsübermittler (Produkthersteller)
patent- und urheberrechtliche Ansprüche zu sichern?
Bezogen auf die zu berücksichtigenden Sichtweisen gilt für
die Informationen folgendes:
Vollständigkeit der Information
Vollständigkeit kann nur in Bezug auf Zielgruppe und Zweck der
Informationen erreicht werden. Außerdem gilt der Grundsatz: Nur soviel
wie in Bezug auf Zielgruppe und Zweck nötig erscheint.
Fachliche Richtigkeit der Information
Werbliche Informationen und Betriebsanleitungen dürfen z. B. bei
Hinweisen zum Thema Gefahren nicht von einander abweichen
Einheitlichkeit der Information
Gleich wichtige Informationen müssen gleich ausführlich dargestellt
werden.
Wie?
- Zielgruppengerecht aufbereitet
Die drei grundlegenden Techniken der zielgruppengerechten Aufbereitung
von
technischen Informationen:
-
Benutzerfreundlich Gestalten
-
Verständlich Formulieren
-
Interessant Aufbereiten
»Interessant aufbereiten« ist als eigenständiger Aspekt
bei technischer Dokumentation außer bei überwiegend werblichen
Informationen weniger relevant. Je nach Zielgruppe könnte es allerdings
empfehlenswert sein, Sicherheitshinweise nicht nur verständlich und
benutzerfreundlich, sondern auch »interessant« aufzubereiten.
Technische Präsentationen sollten immer auch »interessant«
aufbereitet sein.
Benutzerfreundlich Gestalten
Benutzerfreundlichkeit resultiert aus der Antwort auf die Frage: Welche
Mittel der äußeren Gestaltung erleichtern einer bestimmten Zielgruppe
eine ganz bestimmte Nutzung der Information? Gestaltungsmittel sind:
Äußere Form/Ausführung
-
Art des Mediums (Papier, On-line-Dokumentation, CBT)
-
Papierqualität, Qualität der Reproduktion, Bindung, Gewicht,
Handlichkeit
-
Formaler Aufbau der Druckschrift (Nutzungsgerechte Reihenfolge der Seiten,
die vor und nach dem eigentlichen Textteil kommen, wie z.B. Deckblatt,
Inhaltsverzeichnis, Lesehinweise, Abkürzungsverzeichnis, Anhang, Stichwortregister
(Index), Fachwortverzeichnis (Glossar)
Papierformat
-
Ist das gewählte Format nutzungsgerecht (z. B. handlich)?
Layoutstruktur des Textteils, des Inhaltsverzeichnisses, des Stichwortverzeichnisses,
des Glossars
-
Satzspiegel/Ränder
-
Spalten
-
Text-Bild-Anordnung
-
Gestaltung und Anordnung der Kolumnentitel (Kopf- und Fußzeilen,
Seitennumerierung)
Typografische Parameter
-
Charakter und Größe der Grundschrift, Zeilen- und Absatzabstand,
Satzart
-
Charakter und Größen der Schriften im Inhaltsverzeichnis, im
Glossar, im Index
-
Gestaltung von Überschriften, Anweisungen und Sicherheitshinweisen
Textliche Gestaltungsmittel
-
Deckblatt, Umschlag, Rücken
-
Inhaltsverzeichnis, Lesehinweise, Textteile, Fachwortverzeichnis (Glossar),
Stichwortverzeichnis
-
Kolumnentitel als Such- und Orientierungshilfen verwenden. Schlimmer aber
üblicher Fehler: Firmenlogo oben außen plazieren!
-
Marginalien
Verständlich Formulieren
Verständlichkeit bezieht sich auf Text und Bild und richtet sich
nach formalen sowie zielgruppen- und produktorientierten Kriterien.
Formale Kriterien
Formale Kriterien gelten unabhängig von einem bestimmten Produkt
und einer bestimmten Zielgruppe:
-
einheitliche Begriffsverwendung (»Wien bleibt Wien«), unterschiedliche
Sachverhalte unterschiedlich benannt.
-
Regeln der Grammatik
-
Sprachlogische Bezüge und Reihenfolge einzelner Informationseinheiten
(Satzfolgen, Absätze, Abschnitte)
-
Satz- und Bildstrukturen entsprechend menschlicher Informationsverarbeitung
(Kurz- und Langzeitgedächtnis), z. B. nicht mehr als
zwei Präpositionen in einem Teilsatz verwenden
Inhaltsbezogene Kriterien
-
zielgruppenorientierter Wortschatz (Berücksichtigung des Anwendungs-
und Produktwissens der Zielgruppe)
-
Beispiele und Visualisierungen, die für die Zielgruppe geeignet sind
-
Berücksichtigung von Begriffen und Bildern, die das Produkt vorschreibt
(z.B. weil sie auf dem Produkt aufgedruckt sind)
-
Zweckorientierte (nutzungsorientierte) Strukturierung/Gliederung, Strukturierung
entsprechend bestimmter Sichtweisen: Produkt-, Anwendungs-, Benutzer-,
Erwartungslogik
Interessant aufbereiten
-
Direkte Ansprache in beschreibenden Textteilen (nur in Ausnahmefällen
auch in Anweisungen)
-
Besonderer Einstieg in das Thema (Verwendung eines umfassenden Beispiels
-
Verwendung interaktiver Medien
-
Verwendung von Schmuckfarben
Zusammenfassung
PentaQuest ist ein Methode zur Konzeption und zur qualitativen Beurteilung
von technischer Kommunikation, insbesondere von technischer Dokumentation
und technischen Präsentationen. PentaQuest beruht auf folgendem Grundsatz:
»Gute technische Dokumentation vermittelt einer bestimmten
Zielgruppe für bestimmte Aufgabenstellungen genau die notwendigen
Informationen zielgruppengerecht aufbereitet.«
Dieter Gust
itl Institut für
technische Literatur AG
Moosacher Straße
14, 80809 München
Telefon 089/ 892623-0
Telefax 089/ 892623-11
E-Mail: dgust@itl.de
Web http://www.itl.de
Literaturhinweise
-
Technische Dokumentation beurteilen,
tekom-Richtlinie, tekom Gesellschaft für technische Kommunikation
e.V., Stuttgart
-
Schneider, Wolf, Deutsch für
Profis, Hamburg 3 1987
-
Riedel, Walter, Wallin-Felkner,
Praxishandbuch Technische Dokumentation, WEKA Verlag, Augsburg, Februar
1995
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Publik+Methode, Dieter Gust,
itl Institut für technsiche Literatur
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