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Inhalt:
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Über
die Relevanz von Normen
Dies ist der Pilotartikel zu einer neuen Serie, die die Redaktion mit "Normen" überschrieben hat. Während sich dieser Pilotartikel ganz allgemein über Normen auslässt, wird sich die neue Reihe "Normen" explizit mit einzelnen - wie DIN, DIN EN, VDI, VDE und anderen - Normen auseinander setzen. Was sind Normen? Juristisch gesehen sind Normen die Empfehlungen eines privatrechtlichen Vereins, z. B. dem DIN (deutsches Institut für Normung e.V.) oder dem Verband Deutscher Elektrotechniker e.V. oder anderen. Normen finden ihren (rechtlichen) Platz innerhalb einer Werteskala, die sich über viele Jahre hinweg im deutschen Recht entwickelt hat. Diese Werteskala wurde und wird umschrieben durch die drei Begriffe
b) Stand der Technik c) Stand von Wissenschaft und Technik. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik stellen einen Mindeststandard dar; der von diesem unbestimmten Rechtsbegriff anvisierte Sicherheitsstandard wird beispielsweise vom Gerätesicherheitsgesetz (in § 1 Abs. 1) gefordert. Es gibt aber auch eine DIN Norm (DIN 820 T 1, 6.1) die ausführt, dass sich gerade DIN-Normen als anerkannte Regeln der Technik einführen sollen. Das gilt unter der Voraussetzung, dass die jeweiligen Vorschriften auf dem neuesten Stand sind. Der Stand der Technik hebt auf Erkenntnisse ab, die bereits praktisch erprobt wurden. Diese Erkenntnisse werden in der Fachliteratur beschrieben, sind aber auch in Gutachten von Sachverständigen nachzulesen. Die höchste Stufe des Sicherheitsniveaus, der Stand von Wissenschaft und Technik, wird zum Beispiel im Atomgesetz (§ 7 Abs. 2 Nr. 7) verlangt. Nachdem Technische Redakteure in der Regel keine Maschinen oder andere Produkte planen, konstruieren bzw. bauen, muss der Frage nachgegangen werden, inwieweit Normen für Technische Redakteure überhaupt relevant sind. Die Grundlage für die Erstellung einer Bedienungsanleitung ist erst einmal das Produkt selbst. Der Technische Redakteur studiert die Handlungsschritte eines Bedieners direkt am Produkt. Weitere Fragen, die der Technische Redakteur spontan nicht beantworten kann, wird er mit dem Entwickler oder dem Konstrukteur klären. Wozu dann DIN Normen bemühen? Für die Beantwortung dieser Frage gilt es ein wenig auszuholen. Um 5 oder 6 Handlungsschritte zu beschreiben, wird höchstwahrscheinlich keine DIN Norm erforderlich sein. In der Regel ist aber ein Technischer Redakteur der Verfasser einer Anleitung, einer Technischen Dokumentation des kompletten Produkts. Was heißt komplett? Der Umfang einer Technischen Dokumentation hängt einmal von der Forderung ab, was eigentlich beschrieben werden soll (Transport, Installation, Erstinbetriebnahme,...) und dann von der Zielgruppe, die diese Technische Dokumentation nutzen wird. Je nach dem, welchen Bildungsgrad die Zielgruppe in Bezug auf das zu beschreibende Produkt hat, vermindert oder erhöht sich die Beschreibungstiefe. Das heißt, der Technische Redakteur darf die Technische Dokumentation nicht losgelöst vom Nutzer sehen, sondern wird seine Beschreibung auch auf den Nutzer einstellen. Und was für den Nutzer gilt, das gilt auch gleichermaßen für die verwendeten Materialien. Auch hier muss sich der Technische Redakteur überlegen, ob es in Bezug auf die verwendeten Materialien einen besonderen Beschreibungsbedarf gibt. Das ist immer der Fall, wenn von den verwendeten Materialien eine wie auch immer geartete Gefahr ausgeht. Und so setzt sich die Kette der neben der Maschine bzw. dem Produkt zu beschreibenden Einflussfaktoren in der Interaktion Mensch-Maschine fort. Gerade an diesen Schnittstellen zwischen Produkt und Bedienung, zwischen Produkt und Sicherheit, zwischen Produkt und verwendeten Materialien etc. können Normen hilfreich sein. Sie regeln, schreiben vor, empfehlen, was im Einzelfall als allgemein anerkannte Regel in der Technik zu beachten ist. Sie dienen aber auch dem Technischen Redakteur als Checkliste für jene Fälle, wo dieser ein breites Feld an Möglichkeiten abprüfen muss und nichts auslassen darf. Passiert durch eine falsche Bedienungsanleitung doch einmal etwas, steht jener Technische Redakteur, der die Anleitung verfasst hat, rechtlich deutlich besser dar, der als Grundlage für seine Recherchen zum Beispiel DIN Normen verwendet hat. Derjenige, der sich bei der Erfassung eines Sachverhalts auf sich selbst oder andere verlässt, wird sich zumindest dem Vorwurf einer nicht systematischen Vorgehensweise ausgesetzt sehen. Davon ausgehend, wird ein Gutachter das fachkundige Vorgehen des Technischen Redakteurs in Zweifel ziehen. Und so nimmt dann die Geschichte ihren Lauf... Die neue Reihe "Normen" wird sich in den ersten Besprechungen der Normen annehmen, die Aussagen über die Sicherheit von Maschinen machen. Anregungen und Wünsche seitens der Leser nimmt die Redaktion dabei
gerne entgegen.
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| 292, Teil 1 | DIN EN | 1991 | Sicherheit von Maschinen Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze Teil 1: grundsätzliche Terminologie, Methodik |
| 292, Teil 2 | DIN EN | 1991 | Sicherheit von Maschinen Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze Teil 2: technische Leitsätze und Spezifikationen |
| 294 | DIN EN | 1992 | Sicherheit von Maschinen Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefahrstellen mit den oberen Gliedmaßen |
| 349 | DIN EN | 1993 | Sicherheit von Maschinen |
| 414 | DIN EN | 1992 | Sicherheit von Maschinen Regeln für die Abfassung und Gestaltung von Sicherheitsnormen |
| 418 | DIN EN | 1993 | Sicherheit von Maschinen NOT-AUS-Einrichtung, funktionelle Aspekte, Gestaltungsleitsätze |
| 457 | DIN EN | 1992 | Sicherheit von Maschinen Akustische Gefahrenssignale Allgemeine Anforderungen, Gestaltung und Prüfung |
| 547, Teil 1 | DIN EN | 1991 | Sicherheit von Maschinen Körpermaße des Menschen Teil 1: Grundlagen zur Bestimmung von Abmessungen für ganz Körper-Zugänge an Maschinenarbeitsplätzen |
| 547, Teil 2 | DIN EN | 1991 | Sicherheit von Maschinen Körpermaße des Menschen Teil 2: Grundlagen für die Bemessung von Zugangsöffnungen |
| 983 | DIN EN | 1996 | Sicherheit von Maschinen Sicherheitstechnische Anforderungen an fluidtechnische Anlagen und deren Bauteile Pneumatik |
| 1050 | DIN | 1997 | Sicherheit von Maschinen Leitsätze zur Risikobeurteilung |
| 60204-1 | DIN EN | 1998 | Sicherheit von Maschinen
Elektrische Ausrüstung von Maschinen Teil 1: Allgemeine Anforderungen |