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Arbeitsmarkt

Wer sucht Technische Redakteure? - Wie hilft das Arbeitsamt im Internet? - Offene Stellen im Internet? - Firmenmeinungen

Die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg hat vor einigen Jahren das Monopol für die Arbeitsvermittlung aufgeben müssen. Da bekanntlich Konkurrenz das Geschäft belebt, war die Redaktion äußerst gespannt, was sich in der Zwischenzeit in der Kommunikation zwischen Arbeitgebern und Arbeitsuchenden getan hat.

Wer sucht Technische Redakteure? Gibt es denn Angebote? Viele?

Das ist wohl die Gretchenfrage aller Arbeitsuchenden, die dringend einen Job brauchen, allein schon deshalb, um sich zu ernähren.
Das Ergebnis unserer Recherchen unter http://www. arbeitsamt.de ist nicht überwältigend, aber es wäre falsch zu behaupten, daß wir enttäuscht sind.
In den letzten neun Wochen (heute schreiben wir den 14.1.99) gab es 65 Angebote, verteilt über ganz Deutschland. Die große Ausnahme: Die Auslandsabteilung der Bundesanstalt für Arbeit meldete im kompletten Bereich der Europäischen Gemeinschaften kein einziges Stellenangebot für "Redakteure". Dazu ist zu bemerken, daß die Datenbank der Bundesanstalt für Arbeit für Technische Redakteure dieselbe BKZ-Kennung (= 8214) verwendet wie für Stellensuchende im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Werbung sowie allgemeine Pressearbeit.

Der Umgang mit der Datenbank der Bundesanstalt für Arbeit ist extrem einfach. Erforderlich ist lediglich ein Internetzugang, außerdem empfiehlt sich ein Drucker. Das Herunterladen dieser 65 Angebote geschieht blitzschnell (ISDN vorausgesetzt). Die Qualität der beschriebenen Positionen hört sich sehr gut an; auch die Arbeitgeber sind nicht unzufrieden mit dem Service, denen ihnen die Bundesanstalt für Arbeit bietet.
So antwortete uns auf telefonische Nachfrage Herr Dr.Zoske von der Precitec GmbH in Gaggenau, daß er auf seine Ausschreibung von Anfang Januar etwa ein Dutzend Anrufe interessierter Bewerber erhalten hatte. Davon haben sich dann etwa die Hälfte auch schriftlich beworben.
Dafür, daß er von den Bewerbern bisher niemandem zusagen konnte, machte er das breite Spektrum seiner Arbeitsplatzbeschreibung verantwortlich. Er formulierte in der Datenbank im Feld Beschreibung: "technische Redaktion von Betriebsanleitungen, Werbung und Fachartikel für High-Tech Meßsysteme für Automatisierungstechnik".

Von allen recherchierten Stellenausschreibungen gab es lediglich drei, bei denen die Bewerber telefonisch zuerst nachfragen konnten; in mehr als 99 Prozent aller Fälle steht unter der Rubrik Kontakt / Telefon: "nur schriftliche Bewerbung"

Wir möchten bei den Arbeitgebern anregen, an diesem Punkt etwas flexibler zu reagieren und verstärkt den allerersten telefonischen Kontakt zuzulassen - bei Stellenangeboten über die Tageszeitungen ist das i. d. R. üblich.

Ein letzter Punkt, bevor Sie unseren Link auf arbeitsamt.de ausführen; es gibt dort (neben der Möglichkeit, auf Stellensuche per Mausklick zu gehen) ein Forum, wo sich jeder an der Diskussionen zu allgemeinen Themen um den Arbeitsmarkt beteiligen kann. Lediglich unsachliche Beiträge werden entfernt. Allerdings ist das Forum nicht zur Aufgabe von Stellengesuchen bzw. Bewerbungen gedacht.

Unsere aktuelle Recherche brachte allerdings lediglich vier Beiträge auf den Bildschirm (nicht mitgerechnet die Antworten interessierter Leser auf die jeweiligen Beiträge).

Und nun viel Spaß bei Ihrer eigenen Recherche/ Jagd auf Stellenangebote cross Deutschland. Leider verbietet die Bundesanstalt für Arbeit grundsätzlich die Vervielfältigung Ihrer Angebote im Internet - den Rest müssen Sie also jetzt selbst besorgen.


© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 03.05.2004