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Bolzensetzgeräte

Vorschriftenlage zu Schussapparaten

In aller Kürze das Wesentliche aus der UVV ,,Arbeiten mit Schussapparaten" (BGV D 9, bisherige VBG 45).

  • Hinweis auf die vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen und die hierfür zuständigen Stellen. 
  • Bildliche Darstellung des Gerätes, aus der die Funktion hervorgeht und in der die für die Benutzung wichtigen Geräteteile verzeichnet sind. 
  • Anleitung, erforderlichenfalls mit bildlicher Darstellung, für die Benutzung und Instandhaltung des Gerätes. 
  • Mit der Zulassung verbundene  sicherheitstechnische Auflagen. 
  • Hinweis, dass die Instandsetzungsarbeiten ausschließlich vom Hersteller oder dessen Beauftragten durchgeführt werden dürfen, es sei denn, der Betreiber baut nur vom Hersteller bezeichnete Austauschteile ein. 
  • Bezeichnung der Austauschteile, die der Betreiber vom Hersteller beziehen und gemäß Betriebsanleitung  einbauen darf. 
  • Bezeichnung der für das Gerät vorgeschriebenen Munition und Verhaltensanweisungen bei Munitionsversagern. 
  • Bei Bolzenschubwerkzeugen die  Bezeichnung der für das Gerät  geeigneten Setzbolzen sowie Hinweise zum Montageablauf  beim Einbau des Pufferringes und  die Angabe des maximalen Austrittsmaßes des Schubkolbens aus dem Lauf.


Persönliche Anforderungen

Erwirbt ein Unternehmer einen Schussapparat und überlässt diesen seinen Beschäftigten, muss dieser den Unternehmer überzeugen, dass er mit der Handhabung und dem Einsatz der Geräte vertraut ist. Treten bei der Arbeit Gefahren auf, muss er diese kennen. Die Arbeiten mit dem Schussapparat müssen von Beschäftigten zuverlässig ausgeführt werden. 
 

Beschäftigungseinschränkung 

Entsprechend der UVV ,,Schussapparate" (BGV D 9, bisherige VBG 45) darf der Unternehmer an und mit Schussapparaten nur Versicherte beschäftigen, die  das 18. Lebensjahr vollendet haben und mit den Schussapparaten und deren  Umgang vertraut sind. Jedoch besteht die Ausnahme, wenn ein Beschäftigter Jugendlicher über 16 Jahre zur Erreichung des Ausbildungszieles den Umgang mit Schussapparaten benötigt und ein Schutz durch einen Aufsichtführenden gewährleistet ist.  Aufsichtführender ist, wer die Durchführung von Arbeiten zu überwachen und für die arbeitssichere Ausführung zu sorgen hat. Er muss hierfür ausreichende Kenntnisse und Erfahrung besitzen sowie weisungsbefugt sein.  
 

Prüfzeichen, Prüfung 

PTB Zulassungszeichen und von CIP-Mitgliedern die gegenseitig anerkannt sind. Somit dürfen nur Schussapparate mit Prüfzeichen benutzt werden.  Schussapparate müssen jeweils vor Ablauf von 2 Jahren, bei wesentlichen Funktionsmängeln unverzüglich, dem Hersteller oder dessen Beauftragten zur Wiederholungsprüfung vorgelegt werden. Die Frist bis zur ersten Wiederholungsprüfung beginnt mit der Auslieferung des Schussapparates durch den Hersteller oder Händler. Der Fristbeginn ist nachzuweisen. 
 
 
 

 

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 14.12.2005