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Feinstaub 

Kurz-Dokumentation
 

Mit "Feinstaub" werden kleine Staubteilchen bezeichnet, die höchsten 10 µm groß sind. (1 µm = 1 Mikrometer = 1 Millionstel Meter = 1 Tausendstel Millimeter). 

Größenvergleich: 
1 menschliches Haar hat einen Durchmesser von ca. 100µm. 

Feinstäube entstehen z.B. bei Verbrennungsprozessen in Industrieanlagen (z.B. Kraftwerken) oder in Verbrennungsmotoren, besonders in Dieselmotoren ohne Partikelfilter. Auch Abrieb (Bremsbeläge, Reifen, Asphalt) erzeugt Feinstaub. 

In der Debatte über die Ursachen des Feinstaubs wird oft übersehen, dass Feinstaub auch innerhalb von Gebäuden anfällt, z.B. in Büros durch Kopierer und Laserdrucker. 

Auch Tabakrauch verursacht eine erhebliche Feinstaubbelastung: Einer italienischen Studie zu Folge enthält der Rauch einer Zigarette in etwa so viel Feinstaub wie ein laufender Dieselmotor während 100 Minuten ausstößt. 

Aufgrund seiner geringen Größe bleibt Feinstaub nicht in der Nase oder im Rachen hängen sondern gelangt ungehindert in die Lunge zusammen mit Luftschadstoffen, die sich an ihm anlagern. Feinstaub kann Atemwegserkrankungen wie Entzündungen, Asthma, Bronchitis oder Krebs auslösen. Besonders feine Stäube können über die Lungenbläschen sogar in die Blutbahn gelangen, was u.a. Kreislauf- und Herz-Krankheiten verursachen kann. 

(Auszüge von Agenda 21 zum Thema Feinstaub)

Einer der gefährlichsten Verursacher, befindet sich direkt in unmittelbarer Umgebung, am eigenen Arbeitsplatz. Es sind die im Bürobetrieb vorhandenen Laserdrucker und Kopierer. Sie drucken gestochen scharf, sehr schnell und sind schon deshalb unverzichtbar. Dennoch sind Laserdrucker sicherheitstechnisch lange nicht der Weisheit letzter Schluss: Toner kann große Mengen giftiger Stoffe enthalten. Gelangen diese in die Luft, können sie die Atemwege schädigen. Pro Stunde transportiert ein Laserdrucker etwa 8 qm Luft in den Raum einschließlich aller Schadstoffe! 

In dieser Luft sind folgende Stoffe enthalten: Gewöhnlicher Staub, Papierstaub, Keime und Bakterien. Im Tonerstaub zwischen 1 und 10 mü Benzol, Styrol, Phenol, Nickel, Kobalt, Dibutylzinn. Hinzu kommt zu allem Überfluss, dass während des Druckvorgangs Ozon entstehen kann. 

Dieser Cocktail hat seine Auswirkungen, wie z.B. Reizung der Augen und der Haut, Entzündungen der oberen Atemwege und Nebenhöhlen, Bronchitis bis hin zu Asthma. Ozon kann zusätzlich die Atemwege sowie die Augen reizen. Für gesunde Menschen stellt dies bereits eine unzulässige Belastung dar, für Allergiker kann dies schon eine echte Bedrohung sein. 

(Auszug aus einer Pressemitteilung von Schappach-Marketing)



 
 
  
 
 
 
 
 
 

 

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 13.02.2006