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Scheinselbständigkeit

Die Emotionen schlagen hoch. Eine Coupon-Aktion der Stuttgarter Nachrichten und der Waiblinger Kreiszeitung zu diesem Thema brachten über 10.000 Reaktionen Betroffener, die nun der Bundesregierung übermittelt werden.

E-Mail-Aktionen wie dieses Beispiel im Internet, die gesammelt und wöchentlich an Bundeskanzler Schröder übermittelt werden, drücken in gefassten Worten sehr nachhaltig den Unmut und das Unverständnis grosser Teile der deutschen Bevölkerung aus. Lesen Sie selbst!

Endlich wird die wenige Dynamik, die sie noch von der Masse abhebt, den jungen Unternehmen vollstaendig genommen und es bleibt die Hoffnung, in grosse Unternehmen der Branche integriert zu werden. Dies hilft jedoch den, fuer diese Firma arbeitenden, Freelancern bestimmt nicht weiter und es ist eine sehr naive Vermutung zu glauben, dass dadurch mehr Sozialabgaben und mehr in die Rentenkasse fliessen wird, zumal die Freelancer sich weiterhin selbst tragen muessen. Es ist eher zu vermuten, dass die Kosten der Untersuchung hoeher sind als die dadurch erzielten Einnahmen. Dieses Gesetz ist fuer viele junge Branchen eine riesige Schikane und wird die Stellung Deutschlands auf internationaler Ebene mit zunehmendem Masse verschlechtern. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Gesetz schnellstens abgeschafft wird. Es zeigt, dass diejenigen, die es ausgearbeitet haben, sehr grosse Defizite an Information und Erfahrung haben muessen.

(nicht unterzeichnet)
 

Statt Gefahr zu laufen, "Scheinselbständige" für uns arbeiten zu lassen, arbeiten wir jetzt nur noch mit ausländischen Selbständigen zusammen. Per Internet ist das ganz einfach.
Ist das Ihr "Bündnis für Arbeit"?

(nicht unterzeichnet)"
 

Auch die Industrie- und Handelskammern in Deutschland beziehen zunehmend Stellung. Hier die Meinung der IHK Stuttgart:

"Nach einer Änderung des Sozialgesetzbuchs (SGB) werden viele Selbständige mit Arbeitnehmern gleichgestellt, so daß beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge in beträchtlicher Höhe nachgezahlt werden müssen. Die Kammer hat öffentlich gegen diesen Mißstand Stellung bezogen und Selbständige in viel besuchten Seminaren über Konsequenzen im Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht aufgeklärt. Für individuelle Anfragen wurde ein Call-Center eingerichtet, mehrere hundert Betroffene nahmen diese Möglichkeit der direkten und kostenlosen Information in Anspruch.

Ein aktuelles Merkblatt bietet einen ersten Überblick über die neuen Regelungen. Interessierte wenden sich an die IHK: Nicole Quass, Tel. 0711/2005-267, E-Mail: nicole.quass@stuttgart.ihk.de"
 

Focus-Online berichtet:

"Die gesetzliche Rentenversicherung schickt im Auftrag der Bundesregierung etwa 3000 Betriebsprüfer in Deutschlands Unternehmen, um nach Scheinselbständigen zu fahnden. Das soll der schwindsüchtigen Rentenversicherung mindestens 200 Millionen Mark Mehreinnahmen bescheren."

Warten Sie, bis es klopft?

Wir sprechen die Freelancer unserer Branche an. Gerade jene, die sich in diesen Monaten selbständig gemacht haben, nur einen Auftraggeber haben und so offenbar "zum Schein" arbeiten. Brauchen Sie Hilfe? Dann melden Sie sich. Vielleicht können wir Ihnen weiterhelfen.
 

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 03.05.2004