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Liebe Leser, 

wir machen es heute kurz und bündig. Eine der unternehmerischen Katastrophen, die durch die rot-grüne Regierungsarbeit über uns hereingebrochen ist, heißt "Scheinselbständigkeit". Sie betrifft gleichermaßen Arbeitgeber, Auftraggeber und (ehemalige) Freiberufler. Was es damit auf sich hat, können Sie ausführlich in dieser Ausgabe nachlesen. 

Tatsache jedenfalls ist, daß wir von konkreten Fällen wissen, in denen Auftraggeber (also Firmen) keine Aufträge mehr an ihre Freiberufler geben, aus der berechtigten Angst heraus, mit Unsummen an Geld - auch für die vergangenen Jahre - für die Arbeit dieser Freiberufler zur Kasse gebeten zu werden. Auf die Freiberufler selbst kommt zudem ein Mehrwertsteuerproblem zu. 

Uns bleibt nur, Sie zur Vorsicht zu mahnen, sich sehr ausführlich und gewissenhaft zu informieren und, wo es sich anbietet, alle Rechtswege voll auszuschöpfen. Wenn wir können, helfen wir Ihnen. Rufen Sie an oder schicken Sie uns eine E-Mail. 

Über die nächste Katastrophe, sie heißt "630-DM-Jobs" werden wir in unserer Mai-Ausgabe berichten. Wir haben die Hoffnung, daß der Gesetzgeber zumindest in dieser Geschichte noch etwas nachbessert. Sollte dies nicht erfolgen, werden in Zukunft diese Jobmöglichkeiten nur noch von jenen genutzt, die keine weiteren regulären Anstellungsverhältnisse haben. 

Insgesamt zeichnet sich ab, daß der unternehmerische Handlungsspielraum für kleinere Firmen sehr stark eingeengt wird, für Kleinstfirmen das Aus bedeuten kann. Außerdem kann das neue Gesetz (betreffend Scheinselbständigkeit) ehemalige Freiberufler auch in eine persönliche finanzielle Katastrophe stürzen. Das Schlimme an dieser neuen Entwicklung im wirtschaftlich-rechtlichen Bereich ist die Hilflosigkeit, der manche von uns ausgeliefert sind. Während man sich auf die Zukunft immer einrichten kann, ist jeder einzelne machtlos, wenn ein neues Gesetz rückwirkend für viele Jahre finanziellen Schaden anrichtet. 

Es ist nicht die Aufgabe einer Fachzeitschrift zu klagen und zu jammern. Außerdem hat sie sich unseres Erachtens politisch abstinent zu verhalten. Es gibt trotzdem einen Zeitpunkt, ab dem sich ein Volk als Ganzes rühren muß - und das fängt beim Einzelnen an. Das sollten wir aus der Geschichte gelernt haben. Und deshalb diese Zeilen. 

Der Herausgeber 
Harald B. Adolph 

und Ihr 

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 03.05.2004