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Für Blinde 

ertastbare Warnhinweise
 

Markierung von Verpackungen mit ertastbaren Warnzeichen

Ab dem 31. Juli 2004 trat die EU Richtlinie EU-1999/45 betreffend der Verpackung von Zubereitungen mit toxischen Substanzen in der Europäischen Union in Kraft. Produkte wie Pestizide, Reinigungsmittel, Dünger sowie andere chemische Substanzen, die gesundheitsschädlich und nicht für den Verzehr geeignet sind, müssen jetzt nicht nur mit visuellen Warnzeichen versehen sein, sondern auch mit ertastbaren (fühlbaren) Warnungen für Blinde und Sehbehinderte (Braille-ähnlich). 

Bisher war es ausreichend, Verpackungen (Faltschachteln ebenso wie Glas- und Kunststoffflaschen) mit gelben oder orangefarbenen ISO-Standard Warnzeichen zu versehen. Auf freiwilliger Basis können bisher bereits solche Produkte für blinde und sehbehinderte Kunden mit ertastbaren Symbolen oder Warnungen auf Anfrage in den Supermärkten markiert werden (so z. B. bereits seit Jahren in der Schweiz praktiziert).

Eine Reihe von Unfällen, bei denen Blinde oder Sehbehinderte den Inhalt toxischer Produkte nicht identifizieren konnten, führte 1999 zu einer EU Richtlinie, die in den EU-Mitgliedsländern zum Gesetz wurde
.
Die Richtlinie lässt die Wahl zu zwischen drei Markierungen gemäß ISO-EN 11683. Eine davon ist ein verkleinertes 3-Punkt-Symbol, jedes in abgerundeter Kegelform, Durchmesser je Punkt 2 mm, Abstand zwischen je 2 Punkten 3 mm bis 9 mm. 
  

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 20.06.2005