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Gegenüberstellung

Interne - Externe Dokumentation 

Die interne Dokumentation ist eine Nachweissammlung, die entscheidend zur Qualität und Konformität mit Gesetzen und Normen von Produkten beiträgt.89/392/EWG Anhang 2:

  • Nachweissammlung 
  • Identifizierung 
  • EU-Richtlinien und Normen (Liste) 
  • Dokumente 
  • Pläne 
  • Berechnungen 
  • Betriebsanleitung (ggf. in Sprache des Verwenderlandes) 
  • Abbildungen 
  • Gefährdung (Liste) => DIN EN 414 Anhang A 
  • Lösungsbeschreibung.


Sie befasst sich weiter mit der systematischen Dokumentationsentwicklung- und Erstellung im Vorfeld der Produktion. Dazu zählen:

  • Informationsmanagement
  • Taskanalyse
  • Terminologiemanagement
  • Grobkonzepte
  • Feinkonzepte
  • Machbarkeitsstudien
  • Usability.


Erläuterungen zur Bedeutung im Einzelnen

Informationsmanagement plant die Beschaffung von Informationen, deren Katalogisierung und Auswertung. 

Die Ausgangssituation und die Möglichkeiten zur Umsetzung eines Projekts werden ermittelt und wesentliche Kennwerte werden dokumentiert. 

Durch ein gründliches Informationsmanagement wird der erste Anlauf zum Gelingen eines Projektes geschafft. 
 

Taskanalyse ist eine Methode zur Dokumentation bisheriger Arbeitsabläufe und zum Erkennen von Verbesserungsmöglichkeiten. 

Dabei wird der "Anwender" in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung gestellt. Systematisch werden Informationen über seinen Arbeitsablauf und seine Impressionen gesammelt und dokumentiert, um die Basis für weitere Untersuchungen zu bereiten. 
 

Terminologiemanagement vereinheitlicht Sprache und beseitigt dadurch Kommunikationsbarrieren. Fachjargon wird erfasst und in Datenbanken gesammelt. 

Die so gesammelte "natürliche" Sprache wird genutzt, um eine vereinheitlichte Sprache zu schaffen, die auf den Entwicklerunterlagen, den Benutzerschnittstellen, in Onlinehilfen und in den Handbüchern wieder verwendet werden soll. 
 

Grobkonzepte beschreiben die Ausgangssituation und die grundlegende Zielsetzung eines Projektes. Sie befassen sich mit den Ideen des Auftraggebers und erfassen sie in verschiedenen Themenbereichen. Grobkonzepte bilden die Basis für Feinkonzepte. 
 

Feinkonzepte beinhalten mehr (bzw. alle) Details eines Projekts, mit dem Ziel Arbeitsunterlagen zu schaffen, die der Entwicklung dienen und diese regeln. 
 

Machbarkeitsstudien bilden entweder den ersten oder einen der letzten Schritte einer internen Dokumentation. 

Werden sie als erster Schritt im Entwicklungsprozess ausgeführt, liefern sie Daten für das Grobkonzept und bildet einen Teil der Ausgangsbasis für das Feinkonzept. 

Im anderen Fall - die Machbarkeitsstudie steht am Ende des Entwicklungsprozesses einer internen Dokumentation - ist sie das Resultat aller vorhergehenden Untersuchungen und des Feinkonzepts. Dann lassen sich Kennzahlen für oder gegen eine Entwicklung aus ihr ableiten. 
 

Usability - die Überprüfung der "Benutzbarkeit" eines Produktes für und durch den Anwender - steht nicht am Ende eines Entwicklungsprozesses, sondern sehr weit am Anfang. 

Die externe Dokumentation enthält detaillierte Informationen über:

  • Transport 
  • Handhabung 
  • Lagerung 
  • Inbetriebnahme der Maschine:
  • Angaben über die Maschine selbst 
  • Angaben zur Verwendung der Maschine (Betrieb) 
  • bestimmungsgemäßer Gebrauch
  • sachwidriger Umgang
  • Außerbetriebnahme 
  • Abbau/ Entsorgung 
  • Installation 
  • Wartung/Pflege, Instandhaltung 
  • Instandsetzung, Reparatur 
  • Einarbeitungshinweise. 
 
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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 07.11.2004