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  Inhalt: 

   Einführung  

   Piktogramme und Logos  

   Schnell zusammengesetzt  

   Vom Scan zum Font  

   Umfassende Bearbeitung  

   Autor 

Lösungen für Sonderzeichen  
 

Einführung 

Technische Redakteure und all diejenigen, die sich mit dem Verfassen von technischen Dokumentationen oder Spezifikationen beschäftigen, stoßen immer wieder auf die selben Probleme. Obwohl die allgemein verfügbaren Computerschriften inzwischen über sehr umfangreiche Zeichensatzvorräte verfügen, sind doch nicht alle gewünschten technischen oder multilingualen Sonderzeichen verfügbar bzw. ihr Einbau in die Texte zumeist ein wenig umständlich. Oft wird in diesem Fall eine Vektorgrafik in den jeweiligen Text eingefügt eine zeitraubende und speicherplatzintensive Aktion. Werden die in einen Text eingefügten Vektorgrafiken auf dem Bildschirm dargestellt, so lassen sie in der Qualität oft zu wünschen übrig. 

Ein generelles Problem besteht darin, dass die Bildschirmdarstellung vieler Fonts zu wünschen übrig lässt gerade bei Texten, die für die Online-Hilfe gedacht sind, ist dies ein entscheidendes Manko. 

Wir möchten Ihnen für jedes der hier angedeuteten Probleme die geeignete Software vorstellen, durch deren Einsatz Sie die beschriebenen Probleme effizient lösen. 

Piktogramme und Logos 

Möchten Sie zum Beispiel ein Piktogramm in einen Text einfügen, hilft Ihnen dabei der SigMaker. In sieben einfachen Schritten können Symbole aus Bitmap- oder Adobe-Illustrator-Dateien in jeden Windows-TrueType-Font eingefügt werden. Bitmap-Symbole werden dabei automatisch in Outlines umgewandelt. 

 

Abbildung 1: Piktogramm mit Sigmaker

 
Schnell mal zusammengesetzt 

Ein anderes häufiges Problem besteht darin, dass ein vorhandener Font ein wenig modifiziert werden muss, um die gewünschten Zeichen zu liefern. Wollen Sie zum Beispiel einen Buchstaben mit einem Vektorpfeil versehen, ermöglicht Ihnen das Programm TypeTool die entsprechende Modifikation an TrueType- und Type-1-Fonts. Hierzu stehen einfache Bearbeitungswerkzeuge zur Verfügung. Damit ist es z.B. kein Problem, zusammengesetzte Zeichen zu generieren. Für optimale Zeichenabstände sorgt der integrierte Metrik- und Kerning-Editor, mit dem Sie Zeichenränder und Kerningpaare manuell oder automatisch generieren können. 

 
Abbildung 2: Modifizierter Font mit TypeTool
 

Vom Scan zum Font 

Ein wenig komplizierter ist es schon, wenn ein Text entstehen soll, in dem eine Vielzahl von Produktzeichen beispielsweise aus der chemischen Industrie dargestellt werden muss. Da diese Zeichen in der Regel bereits in gedruckter Form vorliegen, es aber keinen entsprechenden Font gibt, wäre die Digitalisierung einer solchen Vorlage und die anschließende Umsetzung in einen Font ein wünschenswertes Verfahren. Genau dies leistet das Programm ScanFont. Über eine TWAIN-Schnittstelle kann direkt ein Scanner aufgerufen und die eingelesene Vorlage in einzelne Symbole aufgeteilt werden; der Import von AI-EPS-Dateien ist ebenfalls möglich. Mit Hilfe des Autotracers werden die Bilder in hochwertige Outline-Zeichen umgewandelt. Die so gewonnenen Zeichen können von Ihnen natürlich noch manuell überarbeitet werden.

 

Abbildung 3: Produktzeichen umgesetzt mit Scanfont

 
Umfassende Fontbearbeitung mit FontLab 3.0. 

Während sich die bisher beschriebenen Programme sehr gut einsetzen lassen, wenn es um die Modifizierung bereits vorhandener Fonts oder die Weiterbearbeitung entsprechender Vorlagen handelt, bietet Ihnen eine weitere Software aus der gleichen Produktfamilie die Funktionalität, die Sie für eine umfassende Bearbeitung und Erstellung von Fonts benötigen. Der professionelle Font-Editor FontLab verfügt über vielfältige Funktionen, um TrueType-, Type-1 oder Multiple-Master-Fonts zu bearbeiten. 

FontLab hält dazu diverse professionelle Bearbeitungswerkzeuge bereit. Hierzu zählt z.B. ein Vektormalwerkzeug, mit dem Sie ganze Konturen per Pinselstrich am Bildschirm erstellen können. Weiterhin steht Ihnen eine Vielzahl von Funktionen zur Verfügung, die Ihnen viele, auch globale Modifikationen gestatten. So können Sie mit einem einzigen Befehl sämtliche oder auch ausgewählte Zeichen eines Fonts beispielsweise kursivieren oder mit einem dreidimensionalen Effekt versehen. 

Eine Besonderheit von FontLab ist die professionelle Optimierung der Ausgabequalität von Schriften. Bei kleinen Anzeigegrößen, insbesondere auf dem Bildschirm, werden Unregelmäßigkeiten, die durch Rundungsprobleme entstehen, besonders deutlich. Um diese Effekte zu vermeiden, benötigt der Rasterizer zusätzliche Anweisungen, wie z.B. gleich viele Pixel für ähnliche Zeichenstrukturen  zu generieren sind. Diese Informationen können Sie in FontLab durch das automatische und manuelle Hinting setzen, wodurch Sie eine absolut hochwertige Ausgabequalität erreichen, die mit den Windows-Systemschriften vergleichbar ist. 

 
Abbildung 4: Fontbearbeitung mit FontLab 3.0

 
Abbildung 5: Optimierung der Ausgabequalität mit FontLab 3.0

Auch die Bearbeitung und Darstellung multilingualer Zeichen wird von FontLab optimal unterstützt. Damit ein Font Zeichen aus den verschiedensten Sprach- und Schriftsystemen umfassen kann, ist es erforderlich, dass er mehrere Belegungstabellen bzw. Codepages unterstützt. FontLab sorgt dafür, dass Fonts die gewünschten Sprachbereiche abdecken. Es unterstützt darüber hinaus die Zeichenerkennung durch Unicode, was die Bearbeitung von Zeichen aus fremden Alphabeten erleichtert. 
Die Bedienung des Programms ist trotz seiner komplexen Funktionalität sehr benutzerfreundlich. Neben den jederzeit verfügbaren Eigenschaftsdialogen und Popup-Menüs gibt es eine spezielle Funktion, die optional die von Ihnen bearbeiteten Fonts untersucht und auf Wunsch eventuell entdeckte Fehler korrigiert. 
 
 
 

DTP-Software
Manfred Albracht
Dipl.-Inform.
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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 03.05.2004