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elektronische Infrastruktur








Digitalisierung der Wertschöpfung








"Neue Märkte - alte Daten"







technologische Evolution




strategische Konsequenzen








Strategien




demographische und ökonomische Rahmendaten

Die Internet-Ökonomie

Strategien für die digitale Wirtschaft

von Axel Zerdick und weiteren

Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York, 1999, 335 Seiten, Leinen gebunden

"Die Realität verändert sich: Die Internet-Ökonomie erfaßt immer mehr Bereiche der Volkswirtschaft. Sie basiert auf einer neuen elektronischen Infrastruktur, die den Wechsel von physischen Atomen zu digitalen Bits beschleunigt und altbekannte Strategien zunehmend unwirksam werden läßt. Die Konsequenzen sind radikal, machen sich aber nur schleichend bemerkbar."

Dieser zitierte kurze Textabschnitt läßt die Zielrichtung des Werkes bereits ahnen. Und so postulieren die neun Autoren 10 Thesen, um sich so dem Kernthema Internet-Ökonomie zu nähern. Das beginnt bei der Digitalisierung der Wertschöpfung, beschreibt die "kritische Masse als Schlüsselfaktor der vernetzten Wirtschaft" und erörtert, wie Massenmärkte individualisiert werden.

In den Grundlagen der Internet-Ökonomie wenden die Autoren dieselben Betrachtungsansätze an, wie in der klassischen Ökonomie. Offensichtlich wird dies in der Darstellung der Probleme bei der Erfassung von Erlöspotentialen: "Neue Märkte-alte Daten".

Das Werk richtet den Blick im Wesentlichen nach vorn. Logisch aufgebaut, wird zuerst der Medien-und Kommunikations-Sektor analysiert, um in den nachfolgenden Kapiteln dann die Entstehung der Internet-Ökonomie zu beschreiben. So wird auch die Frage erörtert, ob die Folgen der technologischen Evolution eine ökonomische Revolution auslösen. 

Sehr exakt setzen sich die Autoren mit dem Thema der strategischen Konsequenzen für Medien- und Kommunikations-Unternehmen auseinander. Dazu zählen neue Wettbewerbstrategien, wie z. B. die Bildung von Business Webs. Gemeint ist damit der Trend, daß nicht mehr die jeweilige Teilleistung eines Unternehmens vom Nutzer (Kunden) beurteilt wird, sondern das Gesamtergebnis, das Systemprodukt, im Vordergrund steht.

Den neuen Wettbewerbstrategien folgen Produktstrategien, Preisstrategien, Kommunikationsstrategien, etc.

Sehr aufschlußreich sind die, im Anhang aufgeführten, demographischen und ökonomischen Rahmendaten (Tabellen, Grafiken). Sie beginnen in der Regel im Jahre 1990 und bieten eine Vorschau bis zum Jahr 2010.
 

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 03.05.2004