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Usability

Was sie ist und wie man sie messen kann - 
eine kurze Betrachtung

 

Was ist Usability?

Das, was man unter Usability versteht, wurde lange Zeit als "benutzerfreundlich" bezeichnet. Mit der zunehmenden Beschäftigung mit diesem Gegenstandsbereich ging eine Veränderung in den Begrifflichkeiten von Benutzerfreundlichkeit über Benutzungsfreundlichkeit bzw. heute Benutzbarkeit oder Usability einher. Die Veränderungen in den Bezeichnungen sind Ausdruck der Bestrebungen die subjektiv-individuelle Sicht von Benutzerfreundlichkeit um funktionale Aspekte im Begriff Gebrauchsfreundlichkeit bzw.Usability zu erweitern, die dann auch Eingang in eine entsprechende Norm, der ISO 9241, gefunden haben.

Danach ist die Usability eines Produktes das Ausmaß, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. Trotzdem - so wird auch immer wieder beklagt - bleibt die Usability ein facettenreiches Konstrukt.
 

Warum Usability?

Usability zielt auf die Schnittstelle zwischen Mensch und computerunterstützten Anwendungen. Diese Anwendungen sind hinsichtlich ihrer Zielsetzung, ihrer Komplexität und ihres Kontextes sehr verschieden. Daraus folgt, dass der Usability je nach Anwendungskontext in unterschiedlichem Ausmaß ökonomische, gesellschaftliche und rechtliche Dimension zukommt.

Während im eBusiness Usability vor allem unter ökonomischen Aspekten gesehen wird, ist Usability im Kontext des eGovernment vor allem von gesellschaftlicher Bedeutung und erhält seine rechtliche Dimension insbesondere im Hinblick auf die in dem neuen Gleichstellungsgesetz geforderte "Accessibility". 
 

Wie Usability messen?

Usability umfasst die Begriffe Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit. Die Bestimmung, d.h. die Operationalisierung dieser Begriffe in meßbare Indikatoren stößt in der Praxis auf Meß- und Bewertungsprobleme unterschiedlicher Schwere. Das Ausmaß der Probleme bei der Erfassung qualitativer Größen im Leistungs- und Nutzenbereich steigt mit den Anwendungen, die nicht zur Erledigung fest definierter Aufgaben oder Arbeitsabläufen dienen.

Da die Operationalisierbarkeit von Websites im Vergleich zu herkömmlichen Anwendungen also stark variiert, müssen dementsprechend auch unterschiedliche Verfahren und Methoden bei der Evaluation in Betracht gezogen werden. 
  

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 12.01.2005