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Visualisierung

Ein kleiner Exkurs zum Erinnern
 

Visualisierung

  • ist die Ergänzung und Erweiterung des gesprochenen Wortes durch optische Zeichen; 
  • dient der "optischen" Entwicklung des Gesprächsverlaufes durch und mit allen Teilnehmern der Arbeitsgruppe. 

Warum Visualisierung?

Der Kenntnisstand der Gruppenmitglieder wird durch visuelle Techniken allen Teilnehmern "vor Augen" geführt. 

  • Gruppenmeinungen können durch "visuelle Abfragen" schnell sichtbar werden. Die Visualisierung erlaubt gleichzeitige Gesprächsbeiträge, die vom Moderator geordnet werden. Die Gruppe ist ständig über den Stand der Diskussion informiert.
  • Das "optische Protokoll" gibt die Möglichkeit, an mehreren Punkten gleichzeitig weiterzudenken und zu arbeiten.
  • Das gleichzeitig Gehörte und Gesehene bleibt besser im Gedächtnis haften. 
Visualisierung ...
  • ermöglicht, dass Informationen, Daten, Gegebenheiten usw. 
  • nicht verloren gehen, weil sie festgehalten werden, 
  • für alle Teilnehmer sichtbar sind, 
  • während der Diskussion/Arbeit ständig zur Verfügung stehen; 
  • erleichtert eine gleiche Interpretation bei allen Betrachtern und hilft, Missverständnisse zu reduzieren; 
  • erleichtert die Schaffung eines gemeinsamen Problem- und Zielverständnisses bei den Gruppenmitgliedern; 
  • hilft, den Redeaufwand zu verkürzen und Wiederholungen zu vermeiden; 
  • hilft, festgehaltene Punkte ihrer Bedeutung und Wichtigkeit entsprechend darzustellen; 
  • zwingt zu kurzen, präzisen und prägnanten Aussagen und erleichtert so die Kommunikation; 
  • führt zu einer besseren Vergleichbarkeit der Aussagen, Vorschläge usw. und hilft, Zusammenhänge zu verdeutlichen; 
  • hält das gesamte "Ideen- und Vorschlagsmaterial" für die Bewertungs- und Entscheidungsphase fest; 
  • zentriert die Aufmerksamkeit der Gruppenmitglieder; 
  • erleichtert die Reproduzierbarkeit z.B. für Dokumentation, Berichterstattung, Präsentation, Information von Außenstehenden/ neuen Gruppenmitgliedern usw. 

Visualisierung ja, aber wie?

Schrift

  • Druckschrift benutzen 
  • Groß- und Kleinschreibung verwenden 
  • zwei Schriftgrößen verwenden 
  • eng schreiben 
  • Schriftgröße muss dem Abstand der Teilnehmern zur Darstellung angepasst sein 

    Form / Farbe
    • Blöcke bilden 
    • · Farben (mit Bedeutung) verwenden - aber sparsam! 
    • · freie Stellen lassen für Fragen, Ergänzungen ... 
    • · optisch weder "flüstern" noch "brüllen" 
    • · Moderationskarten höchstens dreizeilig beschriften 
    • Inhalt
    • · nur allgemein bekannte Abkürzungen, 
    • · Fachausdrücke usw. verwenden 
    • · nur ein Thema pro Plakat bearbeiten 
    • · nicht zu viele Informationen hineinpressen 
    • · einfache, klare, präzise Aussagen formulieren (Klarheit vor Vollständigkeit!) 
    • Elemente
    • · Skalen (um die Einschätzungen sichtbar zu machen) 
    • · Koordinaten (2 Einschätzungen durch einen Punkt im Feld/Meinung als Punktewolke) 
    • · Listen (Ideen- und Problemsammlung gewichten) 
    • · Tabellen (Beziehungen und Verknüpfungen herstellen) 
    • · Bäume (Über- und Unterordnung) 
    • · Netze (komplexe Zusammenhänge überschaubar machen) 
     
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    © ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 01.12.2004