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Zu DIN EN 13758-2

Sonnenschutz der anderen Art
 

Wer sich der Sonne aussetzt, wird erst rot, dann braun - ein Verbrennungsvorgang. Hauptursache der Rötung der Haut ist bekanntlich die ultraviolette Strahlung. Dass die Sonnenstrahlung die Haut stark beansprucht und bei höherer Intensität und längerer Einwirkung durchaus gesundheitsschädlich - Stichwort: Hautkrebs - sein kann, wird immer mehr Menschen bewusst.

Jede Bekleidung bietet zwar eine gewisse Schutzwirkung gegen ultraviolette Bestrahlung, aber der Schutzgrad schwankt erheblich und hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass je dichter gewebt ein Bekleidungsstück ist und je mehr Haut bedeckt wird, desto höher ist die Schutzwirkung. Im Gegensatz zu den Wüstenbewohnern ziehen aber Europäer gern leichte und luftige Kleidung an, wenn es richtig heiß wird. 

Hier einen Kompromiss zu finden - zwischen Schutzwirkung, Absatzfähigkeit, Bequemlichkeit und ästhetischem Aussehen - ist Ziel der Europäischen Norm DIN EN 13758-2, die in Kürze veröffentlicht wird. Die Norm soll dazu beitragen, dass Kleidungsstücke angeboten werden, die ausreichenden Schutz bieten und trotzdem noch verkäuflich sind.

Bekleidung, die künftig die Anforderungen der Norm an Ausführung und Schutzwirkung erfüllt, soll dauerhaft gekennzeichnet sein. Zur Kennzeichnung gehören ein Piktogramm mit der Inschrift UPF 40+ (UPF = UV-Schutzfaktor, d. h. nach der Norm muss der niedrigste Wert des UV-Schutzfaktors größer als 40 sein) sowie verschiedene Hinweise für den Träger (z. B. "Sonnenstrahlung verursacht Hautschäden", "Nur bedeckte Flächen sind geschützt" und "Sorgt für UVA und UVB-Sonnenschutz"). Geprüft wird nach DIN EN 13758-1, die bereits im März 2002 veröffentlicht wurde.
  

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© ADOLPH Verlag GmbH - Letztes Update 03.05.2004